Streit und Spaltung: Entscheidende Konflikte in der Geschichte des Christentums und ihre Folgen

Vier Vorlesungen, jeweils Freitag, 09.30 bis 11.00 Uhr, 12. November bis 3. Dezember 2021, Festsaal St. Katharinen (Katharinengasse 11)

Gewaltverzicht und Feindesliebe sind zentrale Punkte der christlichen Ethik. Und dennoch ist die Geschichte des Christentums von Anfang an durchzogen von Konflikten. In manchen Fällen beruhen diese Auseinandersetzungen auf ungelösten theologischen Grundfragen des Christentums, wie z.B. der Frage nach Führungsfunktionen und Entscheidungsgewalt. In anderen spiegeln sich aktuelle kirchenpolitische Fragen, häufig im Kontext grösserer gesellschaftlicher Umbrüche. In den meisten Streitfällen handelt es sich um eine komplexe Gemengelage von theologischen und profanen Auffassungen, die aufeinanderprallen, oft mit langfristig wirksamen und gravierenden Konsequenzen.

Die Vorlesung wird vier bedeutsame Spaltungsprozesse vorstellen und ihre weitreichenden Nachwirkungen beleuchten.

Miteinander, Nebeneinander, Gegeneinander: Konflikte zwischen Urchristentum und Frühjudentum

12. November

Byzanz und Rom: Das Morgenländische Schisma 1054 und die Orthodoxie

19. November

Radikale Reformation: Die Auseinandersetzung zwischen Reformierten und Täufern im 16. Jahrhundert

26. November

Kulturkampf: Kontroversen um das päpstliche Unfehlbarkeitsdogma 1870

3. Dezember

*Bildlegende: Papst Franziskus und Patriarch Bartholomäus in der Grabeskirche in Jerusalem 2014; Quelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Pope_Franciscus_%26_Patriarch_Bartholomew_I_in_the_Church_of_the_Holy_Sepulchre_in_Jerusalem_(1).JPG, via Wikimedia Commons