Heilige Berge. Göttliche Gipfeltouren und Gratwanderungen

Sieben Vorlesungen, jeweils Mittwoch, 18.15 bis 19.45 Uhr, 16.9. bis 28.10.2020, Raum HSG 01-014

Der Anblick ist uns Alpenbewohnern vertraut: Majestätisch, unnahbar und nach menschlichen Massstäben für alle Ewigkeit erheben sich Gipfel zum Himmel. Nur schon diese Eigenschaften machen die Berge zum Symbol des Göttlichen par excellence.

An diesen Empfindungen anknüpfend gelten manche Schnittstellen zwischen Himmel und Erde – so z.B. der Sinai – als Orte der Offenbarung und der Begegnung von Gott und Menschen. Berge werden wahrgenommen als Residenzen von Göttern und Göttinnen, als steinerne Throne und als divine Festsäle in unerreichbaren Höhen, wie der Olymp in Nordgriechenland, der zugleich Namensgeber ist der prominentesten antiken Götterdynastie, der Olympier mit Zeus & Co. Die Identifikation von Gipfel und Göttlichkeit kann so weit gehen, dass Abgrenzungen verschwimmen, Berge den Status einer Gottheit erreichen und entsprechende Verehrung erfahren: aus dem Götterberg wird ein Berggott, der japanische Vulkan Fuji zum Fuji-San («hochverehrter Herr Fuji»).

Die Vorlesung erkundet in geographisch-theologischen Streifzügen sieben Berge und stellt sie mit ihren Charakteristiken, ihrer Geschichte und ihrer religiösen Bedeutung vor.

Uluru, Australien

16. September 2020
Unterlagen zur Vorlesung

Kilimandscharo, Tansania

23. September 2020
Unterlagen zur Vorlesung

Sinai, Ägypten

30. September 2020
Unterlagen zur Vorlesung

Andechs, Bayern

7. Oktober 2020
Unterlagen zur Vorlesung

Fuji, Japan

14. Oktober 2020
Unterlagen zur Vorlesung

Kailash, Tibet

21. Oktober 2020
Unterlagen zur Vorlesung

Croagh Patrick, Irland

28. Oktober 2020
Unterlagen zur Vorlesung