Kolloquium

Lektüre und Diskussion von Texten und Themen aus Theologie und Religion. Mit Lunch.

Mann – Frau – Gender: Geschlechterrollen in Bibel und Christentum

Jeweils Dienstag, 15.9., 22..9., 29.9., 13.10., 20.10., 22.10., 10.11, 17.11., 25.11. (Mittwoch), 1.12., 8.12., 15.12.

12.10 – 13.45 Uhr, mit Lunch, im Treffpunkt Steinbock (Steinbockstrasse 1)

Die Auseinandersetzung mit Geschlechterrollen ist eines der dominierenden gesellschaftlichen Themen. Beispielhaft dafür ist die Karriere des Genderbegriffs, der sich längst nicht mehr auf den feministischen Diskurs beschränkt, sondern sich in der Alltagssprache etabliert hat: „Genderfragen“ werden erörtert, „Gendergerechtigkeit“ wird eingefordert. Die emotionale Aufgeladenheit des Diskurses, der als Bedrohung und Befreiung zugleich empfunden wird, zeigt an, dass beim Verhältnis der Geschlechter viel auf dem Spiel steht. Wesentliche Lebensvollzüge sind „gegendert“, also von bestimmten geschlechtsbezogenen Mustern geprägt.

In der Auseinandersetzung um das Geschlechterverständnis spielen Bibel und Christentum eine doppelte Rolle: Einerseits bilden sie den Referenzpunkt für traditionelle Vorstellungen von Mann und Frau. Andererseits sind sie Quelle und Grundlage progressiver Modelle des Geschlechterverständnisses. So z.B. bei der Forderung des Frauenstimmrechts ab den 1840er Jahren in den USA, die wesentlich von Quäkerinnen lanciert wurde.
Vor diesem Hintergrund wird sich das Kolloquium mit biblisch-christliche Positionen zur Genderthematik auseinandersetzen. Und dabei die Frage erörtern, wie eine tragfähige christliche Vision der Geschlechterrollen aussehen könnte.

Themenauswahl:
- Paulus und die Frauen
- Feminismus und feministische Theologie
- Gendertheorie und Schöpfungsgeschichte
- Fromme Emanzen: Christliche Frauenrechtlerinnen