Kolloquium

Lektüre und Diskussion von Texten und Themen aus Theologie und Religion. Mit Lunch.

Zwischen Verzicht und Verschwendung: Christliche Nachhaltigkeit – nachhaltiges Christentum

Lektüre, Hintergründe und Diskussion

Jeweils Dienstag, 20.9., 27.9., 11.10., 18.10., 25.10., 16.11. (Mittwoch), 23.11. (Mittwoch), 29.11., 6.12., 13.12., 20.12.

12.10 – 13.45 Uhr, mit Lunch, im Treffpunkt Steinbock (Steinbockstrasse 1)

Ist das Christentum eine Religion, die die Nachhaltigkeit fördert? War Jesus ein Vorläufer der heutigen No-Waste-Bewegung? Eine durchaus umstrittene Frage.

Es gibt eine christlich begründete Askese, z.B. in klösterlichen und calvinistischen Traditionen, die sich in massvollem Konsumverhalten und mit einer Verzichtsethik manifestiert. Doch das Christentum kann auch anders, wie man mit Blick auf überaus reichhaltig, ja verschwenderisch ausgestaltete Kirchenbauten feststellt. Sogar der rücksichtslose Umgang mit natürlichen Ressourcen wird bisweilen – mit Verweis auf das das Bibelzitat „Macht euch die Erde untertan“ – auf das Christentum zurückgeführt.

Abgesehen von der ambivalenten Rolle der christlichen Spiritualität stellt sich grundsätzlich die Frage nach der religiösen Dimension des Nachhaltigkeitsprinzips: Inwiefern setzt es religiöse Grundannahmen voraus? Oder muss man noch weitergehen: Ist Nachhaltigkeit die neue Religion?

In Verbindung mit einem gemeinsamen Mittagessen wird die Lehrveranstaltung als freies Seminar durchgeführt: Keine Credits, keine Prüfungen, keine Hausaufgaben. Texte und Diskussionspapiere werden vor Ort abgeben.

Bild: Christlich begründete Verzichtsethik: Amischer Pferdewagen